Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
04164-859950

Der Ergän­zungs­kurs Geschich­te (Jahr­gangs­stu­fe 11) erleb­te am ver­gan­ge­nen Frei­tag (6.06.2014) Unter­richt ein­mal anders: Die Autorin Eva Simon aus Ham­burg war extra ange­reist, um aus ihrem auto­bio­gra­phi­schen Werk „Evas Tage­buch“ vor­zu­le­sen und einen Ein­druck davon zu ver­mit­teln, wie sich Natio­nal­so­zia­lis­mus und Nach­kriegs­zeit im All­tag eines Kin­des bzw. einer Jugend­li­chen nie­der­schlu­gen.

Eva Simon (Jahr­gang 1935) stell­te sich zu Beginn als ehe­ma­li­ge Leh­re­rin und Dozen­tin vor, die nach ihrer Pen­sio­nie­rung zum Schrei­ben gekom­men ist. Mit­hil­fe einer Zeit­leis­te und ver­schie­de­nen Fotos und Pla­ka­ten stell­te sie ihren per­sön­li­chen Lebens­lauf in den grö­ße­ren geschicht­li­chen Zusam­men­hang. Dann las sie das ers­te Kapi­tel ihres Buches vor, in dem es dar­um geht, wie die Zwei­jäh­ri­ge mit ihrer Pup­pe auf der Fens­ter­bank ver­geb­lich auf das Vor­bei­fah­rens des „Füh­rers“ war­tet, von dem die gro­ße Schwes­ter, die Mut­ter aber gar nicht begeis­tert ist.

Anschlie­ßend stell­te die Autorin den Schü­le­rin­nen und Schü­lern frei, aus einer Stich­wort­lis­te aus­zu­wäh­len, wel­che Aspek­te sie am meis­ten inter­es­sier­ten. Teils las sie die dazu pas­sen­den Kapi­tel vor, teils erzähl­te sie von ihren Ein­drü­cken und Erleb­nis­sen, teils beant­wor­te­te sie Fra­gen der Zuhörer/innen – immer auf sehr leb­haf­te, anschau­li­che und per­sön­li­che Art, sodass ihrr Vor­trag einen nach­hal­ti­gen Ein­druck hin­ter­ließ.

Die Anre­gung, die Autorin ein­zu­la­den, war von einer Kurs­teil­neh­me­rin gekom­men und von Frau Stump­fög­ger auf­ge­grif­fen wor­den. Frau Simon beton­te, dass sie ger­ne zu der Lesung an das Aue-Geest-Gym­na­si­um gekom­men sei, zumal es per­sön­li­che Bezie­hun­gen zu die­ser Schu­le gebe: Ihr Enkel hat frü­her das Gym­na­si­um Har­s­e­feld besucht und die Schu­le in guter Erin­ne­rung behal­ten. Er stell­te sich zudem als ehe­ma­li­ger Schul­freund einer Kurs­teil­neh­me­rin her­aus. Ger­ne wür­de die Autorin wie­der­kom­men und bei Inter­es­se auch für ande­re Klas­sen lesen.

Finan­ziert wur­de die Autoren­le­sung zum einen durch Kos­ten­bei­trä­ge der Schüler/innen, zum ande­ren gewähr­te der FÖRDERVEREIN der Schu­le einen Fahrt­kos­ten­zu­schuss, sodass die Ver­an­stal­tung für die rela­tiv klei­ne Grup­pe durch­führ­bar war. Ein Exem­plar des Buches „Evas Tage­buch“ wur­de auch für unse­re Schul­bi­blio­thek erwor­ben und kann dem­nächst dort aus­ge­lie­hen wer­den.

 

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Fotos:: M. Stump­fög­ger