Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld

Lehrerkollegium votiert für Aussetzung von Schulfahrten am AGG

In einem zweiseitigen Informationsschreiben an alle Schülerinnen und Schüler sowie an die Elternschaft wie gleichermaßen in einem offenen Brief an die vier Landtagsabgeordneten der Region hat der Personalrat des Aue-Geest-Gymnasiums Harsefeld am heutigen Tage (29.11.2013) die am vergangenen Mittwoch mit großer Mehrheit getroffene Entscheidung des gesamten Lehrerkollegiums begründet, ab dem Schuljahr 2014/15 sämtliche Schulfahrten am AGG auszusetzen und zudem freiwillige außerunterrichtliche Aktivitäten einzuschränken, sollte die Absicht der Niedersächsischen Landesregierung, die Pflichtunterrichtsstunden für Gymnasiallehrkräfte im kommenden Jahr anzuheben, tatsächlich umgesetzt werden.

Als unmittelbar Betroffene wurden die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte über die vom Lehrerkollegium des AGG Harsefeld vereinbarte Maßnahme, auf welche Weise gegen die von der Landesregierung beabsichtigte Erhöhung der wöchentlichen Stundenverpflichtung und die Zurücknahme der Altersentlastung von seiner Seite angemessen Protest erhoben werde, zuerst informiert. Zwar hatte sich bereits schon auf einer Mitte der Woche anberaumten Personalversammlung die große Mehrheit aller an unserem Gymnasium Unterrichtenden klar für eine Aussetzung von Kurs- und Klassenfahrten sowie die Einschränkung freiwilliger außerunterrichtlicher Aktivitäten ausgesprochen, erst auf der heutigen Sondersitzung des Schülerrates aber, bei der ebenfalls die Schulelternratsvorsitzende Frau Kordula Schäfer zugegen war, konnten die Mitglieder des Personalrates die Schulgemeinschaft darüber nunmehr auch ganz offiziell in Kenntnis setzen.

In Anbetracht der von der Landesregierung vorgesehenen weiteren Steigerung der Arbeitsbelastung des Lehrpersonals habe man sich - so das Kollegium des AGG Harsefeld in dem Schreiben, dessen Inhalt der Personalrat den Anwesenden auf der Versammlung vermittelte -  aus Sorge um die Aufrechterhaltung der hohen Qualität der gymnasialen Ausbildung auch am hiesigen Schulstandort trotz des unbestrittenen und außerordentlichen pädagogischen Wertes von Schulfahrten entschlossen, in diesem pädagogischem Handlungsfeld als am ehesten vertretbar erscheinende Kürzungen vorzunehmen.

Sowohl das um Verständnis werbende Informationsschreiben an die Schülerschaft und die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, in dem abschließend darum gebeten wird, die vom Kollegium getroffene Entscheidung mitzutragen, als auch ein offener Brief an die vier Mitglieder des Niedersächsischen Landtages aus unserer Region, in welchem der Unmut der Harsefelder Gymnasiallehrerinnen und -lehrer in Bezug auf die geplanten Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen artikuliert und sich für einen Verzicht auf die geplanten Erhöhung der Arbeitsbelastung ausgesprochen wird, können im Folgenden nachgelesen werden.