Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld

Auf unterhaltsame Weise das „spanische Ohr“ geschult

Auffällig ruhig und ganz fokussiert auf den ihnen am vergangenen Freitagvormittag (23.01.2015) im Harsefelder Kino Meyer vorgeführten Film waren die knapp 90 Schülerinnen und Schüler der Spanischkurse der neunten bis zwölften Klasse des AGG Harsefeld: Die Lerngruppen von OStR´ Nicole Bender und StR Helge Rathke sahen mit „Pescador“ einen Originalfilm in ihrer zweiten bzw. dritten Fremdsprache, der die Geschichte eines in ärmlichen Verhältnissen lebenden Ecuadorianers erzählt, der versucht, ins Drogengeschäft einzusteigen.

Bereits im November 2013 hatte es Daniel Ó Dochartaigh, Verantwortlicher des von Instituto Cervantes, dem Deutschen Spanischlehrerverband und der spanischen Botschaft unterstützten Projekts „spanisches Schulkino“, den Schülerinnen und Schülern des AGG Harsefeld ermöglicht, einen kolumbianischen Kinofilm im Rahmen einer Schulvorführung auf Spanisch sehen zu können – durchaus keine Selbstverständlichkeit für einem Schulstandort wie Harsefeld.

In der vergangenen Woche bot nun der spannende und mit deutschen Untertiteln versehene Film „Pescador“ (dt. „Fischer“) unseren der spanischen Sprache mächtigen Schülerinnen und Schülern erneut die Gelegenheit, einen lebendigen Zugang zu einer von ihnen erlernten Fremdsprache zu gewinnen, wie Julian Winter (Jg.12) im Folgenden zu berichten weiß:

Die Geschichte des Blanquito, der neben Käufern für das Kokain, das er am Strand gefunden hat, auch Liebe und seine eigene Identität sucht, war fesselnd, da dieser einzigartige Inhalt mit kunstvollen Bildern kombiniert wurde. Die besondere Atmosphäre wurde durch den guten Klang und das definierte Bild im Kino Meyer zusätzlich verstärkt.

Um den Nutzen des gesehenen Films für den Unterricht festzustellen, muss man sagen, dass man überraschend viele Elemente dessen, was man in den Untertiteln lesen konnte, in der Sprache wiedererkannte, obwohl der Akzent der Schauspieler sehr stark ausgeprägt war. Folglich konnte man sein „spanisches Ohr“ schulen und auch neue (umgangssprachliche) Vokabeln erlernen, die für das Verfassen kreativer Texte, wie zum Beispiel Dialoge, nützlich sind.

Nach der Vorstellung und der großen Verwunderung über das offene Ende, bewegten wir uns schnell zurück zur Schule und haben letztlich nicht viel von der fünften Stunde verpasst, sodass man zusammenfassend sagen kann, dass sich der Ausflug ins Kino überaus gelohnt hat.

Foto: Julian Winter