Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
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Gro­ßes Ski­ver­gnü­gen in Kärnten

Auch in die­sem Jahr zog es den Sport­kurs Jg. 13 auf die ver­schnei­ten Pis­ten in Kärn­ten.  Hier kommt der Reisebericht:

Am 21.02. traf sich der Sport­kurs von Chris­ti­an Son­dern, in Beglei­tung von Herrn Spring­mann, bepackt an der Bus­hal­te­stel­le des AGG gegen 20:45 Uhr. Grund hier­für: selbst­ver­ständ­lich die jähr­lich anste­hen­de Ski­fahrt des 13. Jahr­gangs am Aue-Geest-Gym­na­si­um! Nach­dem die Kof­fer erfolg­reich ein­ge­la­den wur­den, ging es mit der Trup­pe, die aus ca. 22 Schü­le­rin­nen und Schü­lern sowie 2 Leh­rern bestand, los in Rich­tung Lede­nit­zen in Kärn­ten. Doch vor­erst muss­te bereits nach knapp 45-minü­ti­ger Fahrt an der Rast­stät­te Gold­bach an der A27 Halt gemacht wer­den, denn das AGG ver­reis­te nicht allein. In Gold­bach wur­den die Kof­fer dar­auf­hin in den eigent­li­chen Rei­se­bus umge­la­den, in dem bereits die 9. Klas­se eines Gym­na­si­ums aus Nor­den in Ost­fries­land auf unse­re Schü­le­rin­nen, Schü­ler und Leh­rer war­te­te. Gegen 22:15 Uhr star­te­te dann die eigent­li­che (Welt-)Reise nach Kärnten.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler hat­ten bei der Über­fahrt nach Kärn­ten viel Spaß . Nach unzäh­li­gen Hal­te­stopps und einer rela­tiv schlaf­lo­sen Nacht pas­sier­te die Trup­pe am Mor­gen des 22.02. erfolg­reich die öster­rei­chi­sche Gren­ze. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler waren zunächst beein­druckt von den impo­san­ten alpi­nen Berg­ket­ten und der Bio­di­ver­si­tät der öster­rei­chi­schen Natur. Gegen Mit­tag, nach einer klei­nen Ver­spä­tung, erreich­te die Rei­se­grup­pe dann den Forel­len­hof in Ledenitzen.

Lede­nit­zen ist eine klei­ne Ort­schaft im öster­rei­chi­schen Bun­des­land Kärn­ten in Rich­tung der ita­lie­ni­schen Gren­ze und liegt recht abge­le­gen in den Ostalpen.

Vol­ler Unge­duld muss­ten unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine kur­ze Zeit war­ten, bis sie end­lich ihre Zim­mer für die nächs­ten fünf Tage ein­neh­men durf­ten. Die Zim­mer­ge­nos­sen und ‑genos­sin­nen waren schnell gefun­den, und man leb­te sich zunächst ein. Nach lan­ger Rei­se­dau­er und weni­gen Mög­lich­kei­ten an den Stopps, von der welt­be­kann­ten Küche der Fast-Food-Rie­sen McDonald’s und Co. zu kos­ten, plag­te unse­ren Trupp selbst­ver­ständ­lich das Gefühl von Hun­ger – gut gele­gen, denn um 17 Uhr stand bereits das (lei­der mit wenig Mühe) zube­rei­te­te Abend­essen, bestehend aus kal­ten Hot­dog-Bröt­chen, Würst­chen und feh­len­dem Hot­dog-Senf, auf dem Tisch. Nach einer klei­nen Ent­täu­schung wan­der­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zurück auf ihre Zim­mer und „chill­ten“ zunächst.

Gegen 20 Uhr ver­sam­mel­ten sich dann alle Betei­lig­ten des AGG im Gemein­schafts­raum, wo der ers­te „Depp des Tages“ die­ser Ski­fahrt per inter­nem Votum bestimmt wur­de. Die­se Ehre gebühr­te als Ers­tes Herrn Spring­mann. Grund: Er reis­te mit einem alten Paar Schu­he an, bei dem lei­der inner­halb weni­ger Stun­den die ohne­hin schon locke­re Soh­le eines Schuhs voll­stän­dig abriss. In die­sem Sin­ne fiel die Ent­schei­dung zum „Depp des Tages“ leicht. Der Rei­se­trupp ließ damit den ers­ten Abend der Ski­fahrt gemüt­lich mit Spie­len und locke­ren Unter­hal­tun­gen aus­klin­gen – der „Depp des Tages“ wur­de so gebüh­rend gefeiert.

Mon­tag – 23.02.2026:

Am Mon­tag den 23.02.2026 hat­ten wir unse­ren aller­ers­ten Tag, als Kurs, auf der Pis­te. Da die meis­ten unse­rer Wecker fast so früh geklin­gelt haben, wie an einem nor­ma­len Schul­tag, waren vie­len von uns noch ziem­lich müde beim Früh­stück und haben auf der ein­stün­di­gen Bus­fahrt zum Ski­ge­biet geschla­fen. Unser ers­tes Ski­ge­biet befand sich in Ita­li­en und hieß Tar­vi­sio. Dort haben wir unse­re ers­ten zwei Ski­ta­ge verbracht.

Zu Beginn haben wir unse­ren Kurs in eine Anfän­ger-Grup­pe, die von unse­rem Kurs­leh­rer Herr Son­dern gelei­tet wur­de, sowie in eine Fort­ge­schrit­te­nen-Grup­pe, die von Herr Spring­mann betreut wur­de, auf­ge­teilt. Wäh­rend die Fort­ge­schrit­te­ne Grup­pe schon ein biss­chen die Pis­ten auf dem Ski­ge­biet erkun­det hat, ist die Anfän­ger Grup­pe zunächst auf der Übungs­pis­te geblie­ben, wo es dann auch zu dem einen oder ande­ren Sturz kam. Gegen Mit­tag haben wir dann ein klei­nes Päu­schen gemacht und unser selbst mit­ge­brach­tes Pro­vi­ant ver­zehrt, da wir lei­der kei­ne Hüt­ten in der Nähe fin­den konn­ten. Am Nach­mit­tag haben die Anfän­ger dann erst­mal wei­ter geübt und die Fort­ge­schrit­te­nen durf­ten schon die ers­ten Pis­ten allei­ne in klei­nen Grup­pen fah­ren. Als wir dann unse­ren Ski­tag gegen 16 Uhr been­det haben, waren wir alle ziem­lich erschöpft und haben uns dann im Bus und spä­ter auf unse­ren Zim­mern aus­ge­ruht. Um 18:30 Uhr sind wir dann zum Abend­essen gegan­gen und es gab Bur­ger für uns. Im Ver­lauf des Abends haben wir uns dann noch alle im Auf­ent­halts­raum getrof­fen, um gemein­sam Spie­le zu spie­len und den Depp des Tages zu wäh­len. Die Ehre hat­te an die­sem Tag Tjark. Nach­dem wir den Abend dann noch schön gemein­sam aus­klin­gen las­sen haben, sind wir spä­ter alle kaputt ins Bett gefal­len, um fit für den nächs­ten Tag zu sein.

 

Diens­tag – 24.02.2026:

Am zwei­ten Tag unse­rer Ski­fahrt ging es für uns wie­der früh nach Ita­li­en, auf die Pis­te. Nach­dem wir am ers­ten Tag bereits Erfah­run­gen sam­meln konn­ten, fuh­ren vie­le von uns am Diens­tag schon deut­lich siche­rer. Die Anfän­ger­grup­pe, pro­bier­te an die­sem Tag eine neue Pis­te aus, um wei­ter zu üben und lang­sam bes­ser zu wer­den. Es ging vor allem um das kon­trol­lier­te Fah­ren und die Geschwin­dig­keits­re­gu­lie­rung, um sicher die Pis­te hin­un­ter zu kom­men. Außer­dem pro­bier­ten wir zum ers­ten Mal die Ses­sel­lif­te aus, was zu Beginn für eini­ge noch unge­wohnt war. Auch bei den etwas fort­ge­schrit­te­ne­ren Grup­pen war eine erkenn­ba­re Ver­bes­se­rung zu sehen. Im Ver­gleich zum ers­ten Tag, haben sich schon deut­lich mehr Schüler*innen auf die rote Pis­te getraut. Ins­ge­samt merk­te man, dass vie­le an die­sem Tag muti­ger wur­den und mehr Ver­trau­en in sich selbst ent­wi­ckel­ten. Damit war der zwei­te Tag eine gute Vor­be­rei­tung für den nächs­ten Tag, an dem es für uns wei­ter nach Ger­lit­zen ging.

 

Mitt­woch – 25.02.2026:

Mitt­woch war der ers­te Tag, an dem unser Sport­kurs direkt nach dem Früh­stück in das Ski­ge­biet Ger­lit­zen Alpe gefah­ren ist. Ger­li­zen Alpe liegt in Kärn­ten in Öster­reich und erreicht eine Höhe von bis zu unge­fähr 1.900 Metern am Berg­gip­fel. Dort wur­de uns von Herrn Spring­mannn und Herrn Son­dern zu aller Erst unse­re Prü­fungs­pis­te gezeigt und mit uns in zwei Grup­pen, die nach dem Leis­tungs­ni­veau auf­ge­teilt waren, abge­fah­ren. Dar­auf­hin wur­den mit uns Übun­gen aus­ge­führt, wel­che das Gleich­ge­wicht und die rich­ti­ge Gewichts­ver­la­ge­rung auf Ski­ern för­dern. Zum Schluss haben uns Herr Son­dern und Herr Spring­mann den Rück­weg vom Gip­fel zur unte­ren Gon­del gezeigt, damit sich von uns alle auf der Ger­lit­zen Alpe zurecht­fin­den. Zum Mit­tag und Nach­mit­tag hin, beka­men wir bis halb vier freie Zeit die ver­schie­de­nen Pis­ten zu fah­ren und aus­zu­pro­bie­ren. Zudem hat­ten wir die Mög­lich­keit mit­tags auf einer der Hüt­ten zu essen, die auf den Pis­ten ver­teilt liegen.

Nach der Rück­fahrt vom Ski­ge­biet, gab es Leber­kä­se zum Abend­essen, wonach unser Kurs an der Rei­he mit dem Abwasch war. Die­ser wur­de wäh­rend der Woche unter den Schü­ler­grup­pen von der Schu­le aus Ost­fries­land und unse­rem Kurs auf­ge­teilt. Zu guter Letzt wur­de sich ein schö­ner Abend mit Gesell­schafts­spie­len und Zusam­men­sit­zen gemacht.

Don­ners­tag – 26.02.2026

Am Don­ners­tag ging es für uns ans Ein­ge­mach­te: Bei abso­lu­tem Kai­ser­wet­ter – kla­rer Him­mel und 4°C auf dem Gip­fel – hät­ten die Wet­ter­be­din­gun­gen für die Prü­fung kaum bes­ser sein kön­nen. Geprüft wur­de in zwei Etap­pen auf unter­schied­li­chen Abschnit­ten der Pis­te. Jeder muss­te zei­gen, was er die Woche über gelernt hat – von Hal­tung bis hin zur sau­be­ren Kur­ven­la­ge. Trotz der Prü­fungs­si­tua­ti­on herrsch­te eine grund­sätz­lich ent­spann­te Stim­mung – ange­sichts der vor­lie­gen­den Stre­cken- und Wet­ter­kon­di­tio­nen war dies jedoch wenig über­ra­schend. Nach­dem alle Läu­fe absol­viert waren, stand uns der rest­li­che Tag wie­der zur frei­en Ver­fü­gung und wir konn­ten in Grup­pen die Pis­ten unsi­cher machen.

Zurück in der Unter­kunft stand dann noch eine klei­ne Après-Ski-Ver­an­stal­tung mit den Ski­leh­rern und Team-Mit­glie­dern des Forel­len­hofs an. Auch am Don­ners­tag durf­te unse­re täg­li­che Tra­di­ti­on – Die Wahl des “Depp des Tages” – nicht feh­len. Die Wahl fiel am besag­ten Tag auf Colin. Grund dafür war ein miss­glück­ter Ver­such von Groß­zü­gig­keit auf der Hüt­te: Wer beim Bezah­len zu wenig Geld gibt und dabei ein “Stimmt so!” von sich gibt, darf sich über die anschlie­ßen­de Dep­pen­wes­te nicht wundern.

Frei­tag – 27.02.2026

Nach dem Früh­stück im Forel­len­hof ging es für uns ein letz­tes Mal auf die Ski­pis­ten. Anders als an den vor­he­ri­gen Tagen, durf­ten wir bereits am Vor­mit­tag in Klein­grup­pen frei fah­ren. Bei bes­tem Wet­ter und schö­ner Aus­sicht genos­sen wir die Abfahr­ten und konn­ten sogar bei einem Sla­lom­ren­nen des SC Ger­lit­zen auf der Pis­te 15 zusehen.

Zum Mit­tag­essen fuh­ren wir wie immer auf ver­schie­de­ne Hüt­ten. Der Favo­rit blieb dabei die Pöl­lin­ger­hüt­te, wo es die bes­ten Käse­spätz­le bei wun­der­schö­nem Aus­blick auf die Ber­ge gab!

Trotz abge­fah­re­ner Pis­ten am Nach­mit­tag und ein paar Kom­pli­ka­tio­nen schaff­ten es fast alle unbe­scha­det und recht­zei­tig zurück zum Treff­punkt. Schwe­ren Her­zens stie­gen wir in die Gon­deln, die uns zum Bus brach­ten. Ange­kom­men am Forel­len­hof war schnel­les Han­deln gefragt. Die Ski­aus­rüs­tung wur­de zurück­ge­ge­ben und die Zim­mer geräumt. Das letz­te Abend­essen war wie üblich gewöh­nungs­be­dürf­tig. Trotz des­sen mach­ten wir uns halb­wegs gestärkt, aber den­noch sehr müde, auf den Weg zurück nach Har­se­feld. Nach 15 Stun­den Fahrt, die eine letz­te Kürung des Depps des Tages beinhal­te­te (Linus, der nicht nur ein­mal son­dern zwei­mal aus dem Schlepp­lift fiel), kamen wir schließ­lich beim AGG an.

Vie­len Dank an alle Betei­lig­ten und natür­lich beson­ders an Herrn Son­dern und Herrn Spring­mann, die die­se Fahrt unver­gess­lich gemacht haben!

Fotos: C. Sondern

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