Spitzenforschung hautnah erleben
Von Michael Greier
Der Chemiekurs auf erhöhtem Niveau der 13. Jahrgangs unternahm gemeinsam mit ihrem Kurslehrer Herrn Greier am 2.12.25 einen spannenden Ausflug in die Welt der Nanotechnologie. Ziel war das Schülerlabor „Quantensprung“ am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht – ein Ort, an dem Spitzenforschung hautnah erlebt werden kann.
Bereits zu Beginn des Besuchs wurde deutlich, welche enorme Bedeutung Nanomaterialien heute und in der Zukunft besitzen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in aktuelle Anwendungen dieser winzigen, aber äußerst vielseitigen Materialien und erfuhren, wie sie unseren Alltag schon jetzt beeinflussen.
Im praktischen Teil des Experimentiertags standen mehrere faszinierende Phänomene im Mittelpunkt. So lernten die Teilnehmenden den Tyndall-Effekt kennen und nutzten ihn zur Identifizierung von Dispersionen aus Nanomaterialien. Ebenso beschäftigten sie sich mit Nanogold, dessen farbige Erscheinungsformen eindrucksvoll demonstrieren, wie stark sich Materialeigenschaften im Nanobereich verändern können. Ein weiteres Highlight waren die Formgedächtnis-Materialien, die in der Lage sind, nach einer Verformung in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren – ein Effekt, der nicht nur verblüfft, sondern auch in Technik und Medizin Anwendung findet.
Am Nachmittag widmete sich der Kurs der Energiegewinnung der Zukunft: Die Schülerinnen und Schüler bauten eine eigene Grätzelzelle und untersuchten deren Funktionsweise. Außerdem wurden Ferrofluide betrachtet, die eindrucksvoll zeigen, wie Materialien unter magnetischem Einfluss reagieren.

Nach dem Mittagessen stand noch ein Besuch des Instituts für Material- und Prozessdesign auf dem Programm. Dort erfuhren die Lernenden, wie Magnesiumlegierungen weiterentwickelt und für moderne Anwendungen zum Beispiel in der Medizin optimiert werden.
Am Ende eines langen und ereignisreichen Tages trat die Gruppe zufrieden und voller neuer Eindrücke die Rückfahrt an.
Ein herzlicher Dank gilt Dr. Anna-Lena Giertz, Natalya Grohn und Dr. Sabine Mendach, deren engagierte Betreuung diesen außergewöhnlichen Tag erst möglich gemacht hat.