Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
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Spit­zen­for­schung haut­nah erleben

Von Micha­el Greier
Der Che­mie­kurs auf erhöh­tem Niveau der 13. Jahr­gangs unter­nahm gemein­sam mit ihrem Kurs­leh­rer Herrn Grei­er am 2.12.25 einen span­nen­den Aus­flug in die Welt der Nano­tech­no­lo­gie. Ziel war das Schü­ler­la­bor „Quan­ten­sprung“ am Helm­holtz-Zen­trum Here­on in Geest­hacht – ein Ort, an dem Spit­zen­for­schung haut­nah erlebt wer­den kann.
Bereits zu Beginn des Besuchs wur­de deut­lich, wel­che enor­me Bedeu­tung Nano­ma­te­ria­li­en heu­te und in der Zukunft besit­zen. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhiel­ten Ein­bli­cke in aktu­el­le Anwen­dun­gen die­ser win­zi­gen, aber äußerst viel­sei­ti­gen Mate­ria­li­en und erfuh­ren, wie sie unse­ren All­tag schon jetzt beeinflussen.
Im prak­ti­schen Teil des Expe­ri­men­tier­tags stan­den meh­re­re fas­zi­nie­ren­de Phä­no­me­ne im Mit­tel­punkt. So lern­ten die Teil­neh­men­den den Tynd­all-Effekt ken­nen und nutz­ten ihn zur Iden­ti­fi­zie­rung von Disper­sio­nen aus Nano­ma­te­ria­li­en. Eben­so beschäf­tig­ten sie sich mit Nano­gold, des­sen far­bi­ge Erschei­nungs­for­men ein­drucks­voll demons­trie­ren, wie stark sich Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten im Nano­be­reich ver­än­dern kön­nen. Ein wei­te­res High­light waren die Form­ge­dächt­nis-Mate­ria­li­en, die in der Lage sind, nach einer Ver­for­mung in ihre ursprüng­li­che Form zurück­zu­keh­ren – ein Effekt, der nicht nur ver­blüfft, son­dern auch in Tech­nik und Medi­zin Anwen­dung findet.
Am Nach­mit­tag wid­me­te sich der Kurs der Ener­gie­ge­win­nung der Zukunft: Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler bau­ten eine eige­ne Grät­zel­zel­le und unter­such­ten deren Funk­ti­ons­wei­se. Außer­dem wur­den Fer­ro­flui­de betrach­tet, die ein­drucks­voll zei­gen, wie Mate­ria­li­en unter magne­ti­schem Ein­fluss reagieren.
Nach dem Mit­tag­essen stand noch ein Besuch des Insti­tuts für Mate­ri­al- und Pro­zess­de­sign auf dem Pro­gramm. Dort erfuh­ren die Ler­nen­den, wie Magne­si­um­le­gie­run­gen wei­ter­ent­wi­ckelt und für moder­ne Anwen­dun­gen zum Bei­spiel in der Medi­zin opti­miert werden.
Am Ende eines lan­gen und ereig­nis­rei­chen Tages trat die Grup­pe zufrie­den und vol­ler neu­er Ein­drü­cke die Rück­fahrt an.
Ein herz­li­cher Dank gilt Dr. Anna-Lena Giertz, Nata­lya Grohn und Dr. Sabi­ne Men­dach, deren enga­gier­te Betreu­ung die­sen außer­ge­wöhn­li­chen Tag erst mög­lich gemacht hat.