Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
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Zehn­jäh­ri­ges Schul­ju­bi­lä­um: Der offi­zi­el­le Fest­akt am AGG

Von Died­rich Hin­richs

Nach einer über­aus gelun­ge­nen Pro­jekt­wo­che und einem begeis­tern­den und auf fan­tas­ti­sche Reso­nanz in der Öffent­lich­keit gesto­ße­nen Schul­fest in der ver­gan­ge­nen Woche bil­de­te der offi­zi­el­le Fest­akt am Mon­tag (28.07.2014) in Anwe­sen­heit von zahl­reich erschie­ne­ner Pro­mi­nenz aus Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft sowie von Mit­glie­dern der Schul­ge­mein­schaft im fest­lich geschmück­ten Forum unse­rer Schu­le den stil­vol­len Höhe­punkt von Ver­an­stal­tun­gen und Akti­vi­tä­ten, mit denen die Schul­ge­mein­schaft des Aue-Geest-Gym­na­si­ums Har­s­e­feld die ers­te Deka­de sei­nes Bestehens abwechs­lungs­reich, fröh­lich, fei­er­lich und zuletzt auch sport­lich-dyna­misch beging.

Die Anzahl der auf der Fest­ver­an­stal­tung anläss­lich des zehn­jäh­ri­gen Schul­ju­bi­lä­ums erschie­ne­nen Ehren­gäs­te, die der Schul­lei­ter des Aue-Geest-Gym­na­si­ums, Herr OStD Johann Book, nach einem kur­zen musi­ka­li­schen Auf­takt („Dan­cing Queen“, Kla­vier­so­lis­tin: Katha­ri­na Schnei­der) herz­lich will­kom­men hei­ßen konn­te, war durch­aus beacht­lich:

Unter ihnen der Prä­si­dent des Nie­der­säch­si­schen Land­ta­ges Bernd Buse­mann, die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Petra Tie­mann und Kai See­fried, der Land­rat des Land­krei­ses Sta­de Micha­el Roes­berg, der Har­s­e­fel­der Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Rai­ner Schlicht­mann sowie des­sen Vor­gän­ger Dr. Andre­as Buss, der Bür­ger­meis­ter des Fle­cken Har­s­e­feld Micha­el Ospal­ski, der Fre­den­be­cker Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Fried­helm Helk, zahl­rei­che Bür­ger­meis­ter umlie­gen­der Ort­schaf­ten, die Schul­di­rek­to­rin des VLG Sta­de OStD´ Dr. Jut­ta Nee­mann, der ehe­ma­li­ge Schul­di­rek­tor des Athen­ae­um Sta­de Her­mann Kru­se­mark und sei­ne Gat­tin, der Geschäfts­füh­rer der DOW Deutsch­land Anla­gen­ge­sell­schaft mbH Die­ter Schne­pel, Schulleiter/innen von Schu­len aus dem Ein­zugs­be­reich des Har­s­e­fel­der Gym­na­si­ums, die Vor­sit­zen­de des Schul­el­tern­rats Kor­du­la Schä­fer, ihr Vor­gän­ger in die­sem Amt Rai­ner Ahrens sowie die bei­den ehe­ma­li­gen Schü­ler­spre­cher Con­nor Ryter­ski und Maxi­mi­li­an Schä­fer. Sie alle sahen eben­so wie die gesam­te Schul­ge­mein­schaft trotz man­cher hoch­ka­rä­ti­ge­rer Gedenk- und Fei­er­ta­ge hin­läng­lich Grund genug, auch einen zehn­jäh­ri­gen Schul­ge­burts­tag ange­mes­sen wür­dig zu fei­ern, zumal nach Aus­sa­ge von Herrn Book alle dar­an Betei­lig­ten stolz dar­auf sein könn­ten, was in einer Deka­de am AGG Har­s­e­feld geschaf­fen wor­den sei.

Der Rol­le eines wich­ti­gen Kul­tur­trä­gers der Regi­on vor­bild­lich nach­ge­kom­men

In sei­nem anschlie­ßen­den Gruß­wort erwähn­te Land­tags­prä­si­dent Bernd Buse­mann, dass er als Nie­der­säch­si­scher Kul­tus­mi­nis­ter in den reform­aus­ge­rich­te­ten Zei­ten vor zehn Jah­ren für die Neu­grün­dung des Har­s­e­fel­der Gym­na­si­ums fach­lich zustän­dig gewe­sen sei und ihm nicht nur aus die­sem Grund sein Erschei­nen auf der heu­ti­gen Fest­ver­an­stal­tung beson­ders am Her­zen gele­gen habe. Har­s­e­feld habe sich, begüns­tigt durch feh­len­de gym­na­sia­le Schul­stand­or­te in wach­sen­den Gebie­ten sowie mit der „gön­ner­haf­ten Ein­stel­lung“ sei­ner auf hohem Niveau befind­li­chen „Mut­ter­schu­le“, des Athen­ae­um Sta­de,  mit dem Bau des hie­si­gen Gym­na­si­ums und der Auf­nah­me des Unter­richts­be­triebs einen lang ersehn­ten Traum erfül­len kön­nen.

Bei der Ein­wei­hung des zweck­mä­ßig gestal­te­ten neu­en Gebäu­des im Jah­re 2006 sei er per­sön­lich zuge­gen gewe­sen und habe sich schon damals davon über­zeu­gen kön­nen, dass an die­sem Schul­stand­ort opti­ma­le Lern- und Arbeits­be­din­gun­gen herr­schen wür­den, die es eben­so wie die enga­gier­te Mit­ar­beit aller Betei­lig­ten ermög­licht hät­ten, dass das Gym­na­si­um sei­ner Rol­le in der Regi­on als „wich­ti­ger Kul­tur­trä­ger vor­bild­lich nach­ge­kom­men“ sei. Auch dem Aue-Geest-Gym­na­si­um Har­s­e­feld wünsch­te Buse­mann gera­de nach des­sen dyna­mi­scher Auf­bau­pha­se abschlie­ßend, dass in das „Sys­tem Schu­le“ ins­ge­samt mehr Ruhe ein­keh­ren und man allen dort Ver­ant­wort­li­chen und Schaf­fen­den hin­läng­lich Zeit für das Wesent­li­che geben möge.

Bau des „gut aus­ge­pen­del­ten“ Har­s­e­fel­der Gym­na­si­ums war gold­rich­ti­ge Ent­schei­dung

Zu Beginn sei­nes Gruß­wor­tes sprach anschlie­ßend auch der Stader Land­rat Micha­el Roes­berg im Namen des Schul­trä­gers der Schul­ge­mein­schaft die herz­li­chen Glück­wün­sche zum zehn­jäh­ri­gen Schul­ju­bi­lä­um des AGG Har­s­e­feld aus. Zwar sei die Schu­le noch kein alt­ehr­wür­di­ges Gym­na­si­um, die Ent­schei­dung ihres Auf­baus aber schon jetzt als gold­rich­tig zu bezeich­nen. Mit einem Blick zurück auf den recht kur­zen Ent­wick­lungs­weg ihrer Errich­tung von einem wei­ßen Blatt Papier bis zur Bezugs­fä­hig­keit erin­ner­te er an die vie­len offi­zi­el­len, aber auch pri­va­ten Pla­nungs­be­spre­chun­gen, die dabei kon­su­mier­ten Kek­se und Geträn­ke sowie an die gene­rö­se Mit­gift der Samt­ge­mein­de Har­s­e­feld in Höhe von zwei Mil­lio­nen Euro.

Die zuletzt genann­te Tat­sa­che habe es auch mög­lich gemacht, dass das Neu­bau­pro­jekt am Bra­ken­weg nach zwan­zig Jah­ren, von denen zehn bereits ver­stri­chen sind, voll­stän­dig finan­ziert sein wer­de. Zwi­schen­zeit­lich sei am Aue-Geest-Gym­na­si­um aber längst schon der Schul­all­tag ein­ge­zo­gen, zumal auch die Feu­er­wehr seit letz­tem Jahr wis­se, wie man hier Ein­sät­ze machen kann, bemerk­te Roes­berg schmun­zelnd. So sei er auch fest davon über­zeugt, dass das „in der Mit­te auf der Geest gut aus­ge­pen­del­te“ Har­s­e­fel­der Gym­na­si­um noch eine Men­ge Gutes im Dienst von vie­len Kin­dern und Enkel­kin­dern bewir­ken wer­de.

Gemein­sam gewach­sen und gut auf das Leben vor­be­rei­tet

In sei­nem an die Fest­ge­sell­schaft gerich­te­ten Gruß­wort ver­ge­gen­wär­tig­te Con­nor Ryter­ski, der ers­te Schü­ler­spre­cher am Gym­na­si­um Har­s­e­feld i.E. und Ehe­ma­li­ger des „Pre­mie­ren-Abitur­jahr­gangs 2010“, den Anwe­sen­den noch ein­mal die Gefühls­welt der vom Athen­ae­um Sta­de zwangs­um­ge­setz­ten Zehnt­kläss­ler sei­nes Jahr­gangs, die anfangs nur schwer vom „neu­en Schul­pro­jekt auf dem Acker“ zu über­zeu­gen gewe­sen sei­en. Dies habe sich aber nach und nach geän­dert, weil alle an der Schu­le Betei­lig­ten, wie es im Mot­to der Fest­schrift zutref­fend zum Aus­druck kom­me, tat­säch­lich „gemein­sam gewach­sen“ sei­en – wohl auch auf­grund zahl­rei­cher von Sei­ten der Schü­ler­schaft initi­ier­ter Ver­an­stal­tun­gen und Vor­ha­ben, bei­spiels­wei­se „School Of Rock“, „School Talent Show“ oder der viel­leicht größ­te Coup, das Pro­jekt „Neu­er Schul­na­me“.

Erfol­ge wie die­se oder auch ganz per­sön­li­che im spä­te­ren Leben erzie­le man, das las­se sich aus den vom Unter­neh­men „Apple“ allent­hal­ben kom­mu­ni­zier­ten „dop­pel­ten Ver­kaufs­bot­schaf­ten“ her­aus­le­sen, wenn man nicht nur das anpreist, was man tut, son­dern vor allem auch, war­um man es tut, d.h. sei­ne eigent­li­chen inne­ren Beweg­grün­de bzw. sei­ne Inspi­ra­ti­on mit ver­an­schau­licht. Auch könn­te Schu­le viel­leicht noch bes­ser gelin­gen, so Con­nor Ryter­ski, wenn sie – wie bereits nam­haf­te gro­ße Fir­men – wäh­rend der Arbeits­zeit mehr Frei­zeit und Frei­räu­me bie­ten wür­de. Eine Bestä­ti­gung dafür aber, dass er unter den gegen­wär­tig gege­be­nen Bedin­gun­gen am Har­s­e­fel­der Gym­na­si­um gut auf das Leben vor­be­rei­tet wor­den sei, habe er als deut­scher Stu­dent im Aus­land bereits mehr­fach erfah­ren.

Nach einem musi­ka­li­schen Inter­mez­zo („I Have A Home Bey­ond The River“, Cel­lo: The­re­se Laser, Kla­vier: StR Felix Jaacks) und einer sprach­lich beein­dru­ckend in Sze­ne gesetz­ten Rezi­ta­ti­on des Gedichts “Stu­fen” von Her­mann Hes­se (Manon Mey­er, Nata­lia Nagel und Jakob Kampf) dank­te OStD Johann Book den drei Spre­chern für ihre über­aus freund­li­chen Gruß­wor­te und stell­te anschlie­ßend den gebür­ti­gen Har­s­e­fel­der Herrn Die­ter Schne­pel (DOW Deutsch­land), der als eine der pro­fi­lier­tes­ten Mana­ger­per­sön­lich­kei­ten im nord­deut­sche Raum gilt, als Fest­red­ner die­ser Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung vor.

Soli­de Bil­dung ist der „Schlüs­sel für die Zukunft“ eines jeden Ein­zel­nen

Seit 2010 pfle­ge die DOW den Dia­log mit dem Aue-Geest-Gym­na­si­um Har­s­e­feld, des­sen Schü­le­rin­nen und Schü­ler bereits an zahl­rei­chen Werks­füh­run­gen teil­ge­nom­men hät­ten, so Schne­pel zu Beginn sei­nes Fest­vor­trags, und so habe er schon immer den Wunsch gehegt, die­se Besu­che ein­mal zu erwi­dern. Aus der Per­spek­ti­ve eines glo­bal ope­rie­ren­den Unter­neh­mens sei die an den Gym­na­si­en ver­mit­tel­te Bil­dung der „Schlüs­sel für die Zukunft eines jeden Ein­zel­nen“. Ins­be­son­de­re vor­ge­wie­se­ne soli­de Kennt­nis­se in den Kern­fä­chern und Fremd­spra­chen sei­en die uner­läss­li­che Basis dafür, dass sowohl aka­de­mi­sche Stu­di­en­gän­ge als auch hoch­qua­li­fi­zier­te prak­ti­sche Aus­bil­dun­gen von jun­gen Men­schen erfolg­reich abge­schlos­sen wer­den könn­ten. Fer­ner kom­me es auch in der Wirt­schaft neben der Fähig­keit zum eigen­stän­di­gen Arbei­ten auf die unver­zicht­ba­ren „Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen“ Per­sön­lich­keit und Sozi­al­kom­pe­tenz an.

Auch soll­ten sich Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Zeit für eine „durch­dach­te Berufs­ori­en­tie­rung“ neh­men, zu die­sem Zweck die ent­spre­chen­den Ange­bo­te der Wirt­schaft nut­zen und Prak­ti­ka absol­vie­ren, in denen wert­vol­le Erfah­run­gen gesam­melt wer­den könn­ten. „Hat man das Gefühl, der Job passt, das Team passt und man passt sel­ber, dann liegt man rich­tig!“, so der Hin­weis des DOW-Geschäfts­füh­rers. Den­noch habe man im Ver­gleich zu frü­her wegen des gegen­wär­ti­gen rasan­ten Wan­dels auch bei wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen kei­ne Sicher­heit, da „die Gewin­ner von heu­te die Ver­lie­rer von mor­gen“ sein könn­ten, warn­te Schne­pel. Wie sich das eher ste­tig gewach­se­ne Unter­neh­men DOW Che­mi­cal gezwun­gen sieht, sich stän­dig neu zu erfin­den, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben, so gel­te für die Genera­ti­on heu­ti­ger Arbeit­neh­mer nahe­zu ein „Zwang zur beruf­li­chen Wei­ter­bil­dung“, auf den sei­ner­zeit schon Hen­ry Ford hin­ge­wie­sen habe („Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“).

Eines jedoch, so der Fest­red­ner gegen Ende sei­ner Aus­füh­run­gen, wer­de es auch in Zukunft sicher­lich nicht geben: Reich wer­den ohne Arbeit! Habe man aber vie­le erfolg­rei­che Jah­re im erfüll­ten Berufs­le­ben gestan­den, dabei mit Begeis­te­rung sei­ne Fähig­kei­ten und Kennt­nis­se anwen­den kön­nen, dür­fe man zumin­dest sicher sein, die rich­ti­ge Ent­schei­dung bei der Wahl sei­ner Tätig­keit getrof­fen zu haben.

Bevor Schul­lei­ter OStD Johann Book abschlie­ßen­de Wor­te des Dan­kes an alle Mit­wir­ken­den der Jubi­lä­ums­fei­er für ihre Bei­trä­ge und Unter­stüt­zung sowie an alle Gäs­te für ihr Kom­men rich­te­te, wur­de die Fest­ver­an­stal­tung wie­der­um durch einen Musik­bei­trag („Rivers Flows In You“, Kla­vier­so­lis­tin: Katha­ri­na Schnei­der) und einer wei­te­ren sze­nisch umge­setz­ten Gedicht­re­zi­ta­ti­on (August von Pla­ten „Wer wuss­te je das Leben recht zu fas­sen“ vor­ge­tra­gen von Alex­an­der Die­ven­korn und Till Pora­da) über­aus stil­voll auf­ge­lo­ckert.

Stolz und Zufrie­den­heit über das in zehn Jah­ren bis­lang Erreich­te

Auch wenn aus den zuvor ver­nom­me­nen Ver­sen August von Pla­tens eine gewis­se Hoff­nungs­lo­sig­keit auf der Suche nach dem uner­hör­ten Glück spre­che, sei der Moment die­ser klei­nen Fei­er­stun­de alle­mal rich­tig gewählt und als ein glück­li­cher zu bezeich­nen, denn Stolz und Zufrie­den­heit über das am Aue-Geest-Gym­na­si­um Har­s­e­feld bis­lang Erreich­te dür­fe sich doch schon ein­stel­len. Die­ser Erfolg habe vie­le Müt­ter und Väter, denen sein ganz beson­de­rer Dank gel­te: einem enga­gier­ten Leh­rer­kol­le­gi­um, der kon­struk­ti­ven Mit­ar­beit der Eltern­schaft, moti­vier­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern, einem wohl­wol­len­den Schul­trä­ger und der tat­kräf­ti­gen Unter­stüt­zung von Poli­tik, Wirt­schaft und Ver­ei­nen aus der Regi­on. Und das sei es auch, so Herr Book vor dem musi­ka­li­schen Aus­klang („Free“, Gesang: Aysha Hein, Gitar­re: Pas­cal Nowak) und anschlie­ßen­den Emp­fang im Forum mit Geträn­ken und einem klei­nen Imbiss, was ihn selbst zu einem „glück­li­chen Lei­ter die­ses Gym­na­si­ums“ mache.

Fotos: Died­rich Hin­richs