Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
04164-859950

Wie man sich ver­kehrs­ge­recht und sicher auf zwei Rädern im Stra­ßen­ver­kehr zu bewe­gen hat, erfuh­ren alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fe 6 am gest­ri­gen und am heu­ti­gen Tage (04.06./05.06.2012) im Rah­men eines an unse­rer Schu­le für sie obli­ga­to­ri­schen Ver­kehrs­si­cher­heits­ta­ges: Von Exper­ten des ADAC sowie der Har­s­e­fel­der und Stader Poli­zei ange­lei­tet, wur­den sie sowohl theo­re­tisch als auch in Form von selbst gemach­ten prak­ti­schen Erfah­run­gen und eige­nen Fahr­übun­gen mit ihrem zwei­räd­ri­gen Gefährt an jeweils einem Schul­vor­mit­tag für ein sicher­heits­be­wuss­tes Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr sen­si­bi­li­siert. 

Ins­ge­samt fünf Sta­tio­nen hat­te StR Andre­as Höver, der an unse­rer Schu­le für den Bereich „Mobi­li­tät“ ver­ant­wort­lich zeich­net, in Koope­ra­ti­on mit den Ver­kehrs­spe­zia­lis­ten der Poli­zei und dem ADAC rund um das Schul­ge­län­de des Gym­na­si­ums ein­ge­rich­tet: Sehr zur Freu­de aller unse­rer Sechst­kläss­ler, denen aus­drück­lich auf­ge­tra­gen wor­den war, ihren mor­gend­li­chen Schul­weg mit einem unein­ge­schränkt funk­ti­ons­tüch­ti­gen Fahr­rad sport­lich in Angriff zu neh­men, und die ihr Trans­port­mit­tel erwar­tungs­froh einen gan­zen Vor­mit­tag über als Lern­ge­gen­stand in den Mit­tel­punkt „schu­li­schen Inter­es­ses“ gerückt sahen.

Und nach­dem die Schüler/innen an der ers­ten auf dem Schul­hof auf­ge­bau­ten Sta­ti­on, ein Geschick­lich­keits­par­cours, bereits den zwei­ten Nach­weis ihrer siche­ren Mobi­li­tät an die­sem Tage erbracht hat­ten, beäug­ten anschlie­ßend zwei uni­for­mier­te Har­s­e­fel­der Poli­zei­be­am­te kri­tisch den tech­ni­schen Zustand aller Zwei­rä­der, hiel­ten Män­gel fest oder hän­dig­ten ihren Besit­zern für unbe­an­stan­de­te Fahr­rä­der die begehr­te Ver­kehrs­si­cher­heits-Pla­ket­te aus.

Den Cha­rak­ter eher theo­re­ti­scher Unter­wei­sun­gen tru­gen dann die nächs­ten drei Sta­tio­nen: Frau Hese­beck von der Stader Poli­zei zeig­te ein Video und hielt einen Vor­trag über das siche­re Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr. Einer ihrer männ­li­chen Kol­le­gen infor­mier­te unse­re Sechst­kläss­ler dar­über, was sie im Fal­le eines Unfalls zu tun haben, und ließ sie zudem ein­mal prak­tisch die soge­nann­te „Ret­tungs­ket­te“ durch­spie­len. Und in unse­rem PC-Raum bega­ben sich alle Schüler/innen auf die „Bei­ki-Tour“, ein inter­ak­ti­ves Lern­pro­gramm, mit dem Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten rund um das The­ma „Rad­fah­ren“ ver­mit­telt wer­den.

Im eigent­li­chen Sin­ne des Wor­tes „auf die Stra­ße“ ging es dann wie­der bei der letz­ten Sta­ti­on, die ein ADAC-Mit­ar­bei­ter auf dem abge­sperr­ten Bra­ken­weg ein­ge­rich­tet hat­te. Hier presch­te er mit erlaub­tem, durch­aus aber dann, wenn grö­ße­re Men­schen­an­samm­lun­gen den Weges­rand säu­men, nicht mehr als mode­rat und ange­mes­sen emp­fun­de­nem Tem­po 30 auf eine Mar­kie­rungs­li­nie zu und brach­te sein Fahr­zeug nach einer Voll­brem­sung mit quiet­schen­den Rei­fen zum Ste­hen. Zuvor soll­ten alle Schüler/innen mit­tels von ihnen auf­ge­stell­ter Hütt­chen den vor­aus­sicht­li­chen Anhal­te­punkt bzw. den Brems­weg ver­su­chen abzu­schät­zen. Hier­bei und bei wei­te­ren prak­ti­schen Erpro­bun­gen an die­ser Sta­ti­on wur­den ihnen auch phy­si­ka­li­sche Gesetz­mä­ßig­kei­ten nahe­ge­bracht, die im Zusam­men­hang bei der Ein­schät­zung von Gefah­ren­si­tua­tio­nen im Stra­ßen­ver­kehr eine wich­ti­ge Bedeu­tung erlan­gen.

Trotz eines umfas­sen­den, lehr­rei­chen und abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramms blieb jedoch ein the­ma­ti­scher Aspekt wäh­rend des dies­jäh­ri­gen Ver­kehrs­si­cher­heits­ta­ges völ­lig unbe­rück­sich­tigt: Bei immer wie­der dräu­en­den grau­en Wol­ken am Har­s­e­fel­der Him­mel muss­te im Zusam­men­hang mit dem „Fahr­si­cher­heits­trai­ning für Zwei­rä­der“ das Pro­blem „Aqua­pla­ning“ (glück­li­cher­wei­se) nicht eigens auf­ge­grif­fen wer­den.

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