Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
04164-859950

Seit Beginn des Schul­jah­res 2012/13 gibt es am AGG Har­s­e­feld eine Arbeits­ge­mein­schaft, die sich mit der Durch­füh­rung von natur­wis­sen­schaft­li­chen Expe­ri­men­ten beschäf­tigt. Nun nahm erst­mals eine klei­ne Grup­pe von Schü­le­rin­nen und Schü­lern die­ser AG an der dies­jäh­ri­gen Juni­or Sci­ence Olym­pia­de teil, einem inter­na­tio­na­len Wett­be­werb zur För­de­rung jun­ger Nach­wuchs­ta­len­te in den Natur­wis­sen­schaf­ten. Alle unse­re jun­gen For­sche­rin­nen und For­scher erhiel­ten am ver­gan­ge­nen Frei­tag (31.05.2013) gleich bei der Pre­mie­re eine vom IPN Kiel aus­ge­stell­te offi­zi­el­le Urkun­de, die ihnen ihre erfolg­rei­che Teil­nah­me beschei­nig­te und von unse­rem Schul­lei­ter Herrn Book über­reicht wur­de. Zudem im Fol­gen­den ein Bericht der AG-Teil­neh­me­rin­nen Han­nah Boi­no­witz und Svet­la­na Grütz­ke über die nicht immer gar so tro­cke­nen Wis­sen­schaf­ten.

Die inter­na­tio­na­le Juni­or Sci­ence Olym­pia­de 2013 star­te­te bun­des­weit, auch an unse­rer Schu­le, am 15. Janu­ar 2013 mit der ers­ten Run­de, in der die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des AGG Har­s­e­feld, Han­nah Boi­no­witz, Tim Bene­dikt Schmidt, Svet­la­na Grütz­ke (alle 7 L), Emi­ly From­ha­ge und Onno Rüt­her (bei­de 8 L), Auf­ga­ben aus dem Bereich der Natur­wis­sen­schaf­ten als Haus­auf­ga­ben zu lösen hat­ten. Die­se bestan­den aus ein­fach durch­zu­füh­ren­den Expe­ri­men­ten, an die sich wei­ter­füh­ren­de Fra­gen knüpf­ten.

Die zwei­te Run­de, für deren Errei­chen eine bestimm­te Punkt­zahl not­wen­dig gewe­sen ist, wur­de in Form einer Klau­sur an unse­rer Schu­le durch­ge­führt. Die Bewer­tung wird von den IJSO-Lan­des­be­auf­trag­ten vor­ge­nom­men. Qua­li­fi­ziert hat­te sich dafür Emi­ly From­ha­ge aus der Klas­se 8 L. Das Ergeb­nis steht zwar noch aus, aber Herr Book konn­te Emi­ly wie auch den vier ande­ren schon jetzt zu ihrem tol­len Erfolg gra­tu­lie­ren.

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Fotos: D. Hin­richs

Und für alle natur­wis­sen­schaft­lich inter­es­sier­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Aue-Geest-Gym­na­si­ums Har­s­e­feld hier noch ein Blick „hin­ter die Kulis­sen“ der kei­nes­wegs nur „tro­cke­nen“ wis­sen­schaft­li­chen Arbeits­ge­mein­schaft, gewährt von den bei­den AG-Mit­glie­dern Svet­la­na Grütz­ke und Han­nah Boi­no­witz:

Über­stun­den ein­mal anders

„Moin!“ Es ist wie­der ein­mal Don­ners­tag. In der 7./8.  Stun­de tref­fen sich 10 Schü­ler/-innen der Klas­sen­stu­fen 6 und 7. Die locke­re Atmo­sphä­re fällt sofort auf, denn die­se Begrü­ßung zwi­schen Leh­rern und Schü­lern ist am AGG nicht immer an der Tages­ord­nung. Als nächs­tes wer­den die Din­ge ange­spro­chen, die im Lau­fe der Dop­pel­stun­de erle­digt wer­den sol­len. In der letz­ten AG-Stun­de haben die älte­ren Schü­ler bereits eine Chro­ma­to­gra­phie mit Sta­bi­lo — Fine­li­nern durch­ge­führt — heu­te sol­len sie den jün­ge­ren AG-Mit­glie­dern die­se Chro­ma­to­gra­phie zei­gen und erklä­ren. Dazu haben sich die Sechst­kläss­ler jeweils einen „Exper­ten“ aus der Klas­se 7 aus­ge­sucht, und die Grup­pen ver­tei­len sich nun in den Bio­lo­gie- und Che­mie­räu­men.

Die Bedin­gun­gen dafür sind am Aue-Geest-Gym­na­su­im Har­s­e­feld ide­al! Denn dort gibt es drei Bio­lo­gie­räu­me und zwei Che­mie­räu­me, die alle zusam­men­hän­gend im A‑Trakt des Schul­ge­bäu­des zu fin­den sind. Ein wei­te­rer Plus­punkt sind die gut sor­tier­ten Samm­lun­gen, die die Fach­räu­me mit­ein­an­der ver­bin­den: So kann man gut von einem Raum in den nächs­ten gelan­gen und in den Samm­lun­gen Auf­bau­ten für Lang­zeit­ex­pe­ri­men­te ein­fach ste­hen las­sen. So konn­te die AG in ihrer Anfangs­zeit ein Aqua­ri­um mit Regen­wür­mern auf­set­zen, das bis heu­te steht und von Schü­le­rin­nen der 7. Klas­se gepflegt wird. Außer­dem wur­den Kei­mungs­ver­su­che mit Kres­se­sa­men gemacht und ein Heu­auf­guss auf­ge­setzt. Das aller­dings erfor­dert, dass die Schü­ler/- innen fast jede Pau­se in die Samm­lung müs­sen, um dort nach dem Ver­lauf der Expe­ri­men­te zu sehen.

Auch wenn unser Bio­lo­gie­leh­rer Herr Dietz auf­grund eini­ger Miss­ge­schi­cke und Pan­nen man­ches Mal nur mit den Augen rol­len kann und er die AG-Trup­pe schon ein­mal vor den Oster­fe­ri­en zu einer — von ihm als „Manö­ver­kri­tik“ bezeich­ne­te — „Kri­sen­sit­zung“ ein­be­ru­fen hat: Denn zuvor hat­te es auch schon zwei Über­schwem­mun­gen in der Samm­lung gege­ben und Reagenz­glä­ser und ande­re Glas­ge­rä­te sind zu Bruch gegan­gen. Aber auch nach einer sol­chen „Manö­ver­kri­tik“ läuft längst nicht alles rund: Ein Unfall auf dem Pau­sen­hof, der sich beim Auf­set­zen des Heu­auf­gus­ses ereig­ne­te, und ein klei­nes Mal­heur, das beim Mikro­sko­pie­ren des­sel­ben Heu­auf­gus­ses pas­sier­te, tru­gen sich den­noch zu. Zu dem zwei­ten Punkt muss aller­dings noch gesagt wer­den, dass das betref­fen­de AG-Mit­glied nach der unge­wöhn­li­chen Dusche mit einem Teil des Heu­auf­gus­ses natür­lich wie­der in den Unter­richt muss­te. Schon nach weni­gen Minu­ten brach­ten eini­ge ange­ekel­te Mit­schü­ler und die Leh­re­rin zum Aus­druck, dass die Jacke „eke­lig stinkt“ und „grau­sam riecht“. Schließ­lich wur­de die mit Ein­zellern bekle­cker­te Jacke jedoch von einer Leh­re­rin vor die Tür außer­halb des Klas­sen­raums gebracht.

In Zukunft hat Herr Dietz noch viel mit sei­ner hoch moti­vier­ten AG vor: Schon in die­sem Jahr haben eini­ge AG-Teil­neh­mer/-innen an der Inter­na­tio­na­len Juni­or Sci­ence Olym­pia­de teil­ge­nom­men. In der nächs­ten Zeit sol­len ande­re Wett­be­wer­be, z.B. „Jugend forscht“, ange­peilt wer­den. Im Som­mer zum Schul­jah­res­wech­sel wer­den die aktu­el­len Fünft­kläss­ler des AGG Har­s­e­feld für (Forscher-)Nachwuchs in der Run­de sor­gen. Alle AG-Mit­glie­der hof­fen, dass die­ses außer­ge­wöhn­li­che Ange­bot an uns­rer Schu­le wei­ter­hin Bestand haben kann.          

Abschlie­ßend noch eini­ge Infor­ma­tio­nen zur „Inter­na­tio­na­len Juni­or Sci­ence Olym­pia­de“:

Die IJSO wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung und dem nie­der­säch­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­um geför­dert und ist ein wich­ti­ges Instru­ment zur För­de­rung jun­ger Nach­wuchs­ta­len­te in den Natur­wis­sen­schaf­ten, aber auch eine Chan­ce, bei Schü­le­rin­nen und Schü­lern ein brei­tes Inter­es­se an Natur­wis­sen­schaf­ten zu wecken.

Die­ser Wett­be­werb, der sich an Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Sekun­dar­stu­fe I im Alter bis zu 15 Jah­ren rich­tet, schließt eine Lücke, da fast alle Wett­be­wer­be die­ser Art auf Lan­des­ebe­ne enden. Die IJSO fand zum ers­ten Mal 2004 in Jakar­ta, Indo­ne­si­en statt und will den Aus­tausch unter der nächs­ten her­an­wach­sen­den For­scher­ge­nera­ti­on schon früh­zei­tig über Gren­zen von Län­dern und Kul­tu­ren hin­weg stär­ken. Der Weg ins deut­sche Natio­nal­team führt über einen vier­stu­fi­gen Aus­wahl­wett­be­werb. Der Aus­wahl­wett­be­werb zur IJSO ist die jüngs­te der sechs Sci­ence Olym­pia­den am IPN an der Uni­ver­si­tät Kiel, die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung sowie den Kul­tus­be­hör­den der Län­der geför­dert wer­den.