Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
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„Ber­lin, Ber­lin, wir fah­ren nach Ber­lin!“, so schall­te es nach dem letz­ten Spiel des Tages durch die Hal­le und dem sport­kun­di­gen Leser ist nun wohl sofort klar, was am ver­gan­ge­nen Mitt­woch (28.02.2018) in der Sport­hal­le der BBS Nien­burg Spek­ta­ku­lä­res pas­siert sein muss­te. Unse­re Hand­ball­mäd­chen WK III ver­tra­ten an die­sem Tag den Bezirk Lüne­burg beim Lan­des­fi­na­le JtfO und leis­te­ten dabei schlicht und ergrei­fend Unglaub­li­ches: In drei span­nen­den und über­aus ner­ven­auf­rei­ben­den Final­spie­len setz­te sich unser Team gegen die Ver­tre­ter aus Weser-Ems (Wind­thorst-Gym­na­si­um Mep­pen), Han­no­ver (KGS Sehn­de) und Braun­schweig (Gro­te­fend-Gym­na­si­um Hann. Mün­den) durch und darf sich nun vol­ler Stolz als bes­te Schul­mann­schaft Nie­der­sach­sens in der Alters­klas­se 2003–2006 bezeich­nen.

Die­ser groß­ar­ti­ge Erfolg gelang in einem hart umkämpf­ten Tur­nier zwi­schen vier Teams auf Augen­hö­he jedoch erst im letz­ten Spiel des Tages. In einem regel­rech­ten „Herz­schlag­fi­na­le“, das unse­re Mann­schaft gewin­nen muss­te, kämpf­te sie sich nach einem Fünf-Tore-Rück­stand wie­der zurück in die Par­tei und gewann am Ende die Par­tie hauch­dünn mit einem ein­zi­gen Tor Vor­sprung. Zur Beloh­nung für die­sen tol­len Erfolg darf unser Team nun das Land Nie­der­sach­sen beim Bun­des­fi­na­le in Ber­lin vom 24.04. bis 28.04.2018 ver­tre­ten.

Für das AGG spiel­ten im Lan­des­fi­na­le: Juli­ne Euhus (TH), Nike Dub­bels, Marie Wal­lisch (alle 8 F2), Leo­nie Cor­leis (TH; 7 F1), Char­lot­ta Beuck (8 S), Cait­lin Busch (8 F1), Emi­ly Pey­ke (9 A), Mie­ke Klint­worth, Hed­da Jürs, Talea Ehlers (alle 7 FSL2) und Mar­tha Schar­sitz­ki (6 SL2)

Im Fol­gen­den der Tag im Ein­zel­nen:

Ins­ge­samt stan­den die Vor­zei­chen für die Final­spie­le an die­sem Tag eher ungüns­tig, da wir mit Nike Dub­bels krank­heits­be­dingt auf eine extrem spiel­star­ke Außen­spie­le­rin ver­zich­ten muss­ten. Ande­re Leis­tungs­trä­ge­rin­nen gin­gen nach gera­der über­stan­de­ner Krank­heit ent­spre­chend geschwächt in die wich­ti­gen Spie­le und stell­ten sich an die­sem Tag den­noch abso­lut in den Dienst der Mann­schaft. Eigent­lich war für mich als Lehr­kraft aber schon in den frü­hen Mor­gen­stun­den erkenn­bar, wie hoch­mo­ti­viert unser Team gedach­te die­sen Tag zu begin­nen. Denn wie ist es sonst zu erklä­ren, dass ein gesam­tes Hand­ball­team am frü­hen Mor­gen bei ark­ti­schen Minus­gra­den an der Bus­hal­te­stel­le vor dem AGG um eine wum­mern­de gro­ße omi­nö­se wei­ße Musik­box her­um­tanzt?

Aue-Geest-Gym­na­si­um — Wind­thorst-Gym­na­si­um Mep­pen 11:13

Im ers­ten Spiel des Tages lief auf unse­rer Sei­te in Abwehr und Angriff wenig zusam­men und auch die sonst so sicher gespiel­ten Gegen­stö­ße fan­den an die­sem Tag kei­ne wir­kungs­vol­len Abneh­me­rin­nen. Dazu kam noch eine uner­klär­lich hohe Fehl­wurf­quo­te bei eigent­lich gut her­aus­ge­spiel­ten Chan­cen und so wur­de das gesam­te Spiel zu einer uner­war­te­ten Zit­ter­par­tie, die letzt­lich nicht unver­dient ver­lo­ren ging. Natür­lich war die Frus­tra­ti­on nach die­ser Par­tie ent­spre­chend groß, zumal allen Betei­lig­ten nach Spie­len­de schnell klar wur­de, wie abso­lut unnö­tig und ver­meid­bar die­se Nie­der­la­ge gewe­sen war.

Tore: Marie Wal­lisch (3), Char­lot­ta Beuck (2) und Emi­ly Pey­ke (6)

KGS Sehn­de — Aue-Geest-Gym­na­si­um 7:12

Gegen den Ver­tre­ter aus Han­no­ver war ein­deu­tig Wie­der­gut­ma­chung ange­sagt und unse­re Mann­schaft spiel­te im Ver­gleich zum ers­ten Spiel wie aus­ge­wech­selt und ging von Beginn an hoch­kon­zen­triert zu Wer­ke. Gestützt auf eine gute Tor­hü­ter­leis­tung, einem kon­zen­trier­ten und enga­giert arbei­ten­den Abwehr­ver­bund und einer sehr guten Chan­cen­ver­wer­tung gelang ein unge­fähr­de­ter Start-Ziel-Sieg.

Tore: Marie Wal­lisch (3), Char­lot­ta Beuck (1), Cait­lin Busch (1), Emi­ly Pey­ke (5), Mie­ke Klint­worth (1) und Hed­da Jürs (1)

Gro­te­fend-Gym­na­si­um Hann. Mün­den — Aue Geest-Gym­na­si­um 12:13

Im letz­ten Spiel des Tur­nier­ta­ges war die Aus­gangs­la­ge für uns klar. Da die KGS aus Sehn­de zuvor das Gym­na­si­um Mep­pen denk­bar knapp mit 9:8 bezwun­gen hat­te und auch das Gro­te­fend-Gym­na­si­um bereits im ers­ten Spiel geschla­gen hat­te, konn­te die KGS zu die­sem Zeit­punkt bereits vier Punk­te auf der Haben­sei­te ver­bu­chen. Um noch einen mög­li­chen Tur­nier­sieg Rea­li­tät wer­den zu las­sen, muss­te nun ein Sieg im letz­ten Spiel her. Bei Punkt­gleich­heit hät­te nach­fol­gend der direk­te Ver­gleich mit Sehn­de für uns gespro­chen.

Mit dem Druck die­ser „End­spiel­si­tua­ti­on“ gin­gen unse­re Spie­le­rin­nen dann in die­ses so wich­ti­ge Match. Die Ver­tre­te­rin­nen für den Bezirk Braun­schweig erwisch­ten uns jedoch eis­kalt und konn­ten nach einem anfäng­li­chen Hin und Her ihre Füh­rung kon­ti­nu­ier­lich auf einen Fünf-Tore-Vor­sprung auf 9:4 aus­bau­en.

In die­ser Pha­se jedoch gab sich unse­re Mann­schaft über­aus kämp­fe­risch und wuchs noch ein­mal über sich hin­aus. Gestützt auf eine über­ra­gen­de Juli­ne Euhus im Tor, die mit meh­re­ren tol­len Para­den in Fol­ge klars­te Tor­chan­cen zunich­te mach­te und uns dadurch über­haupt erst im Spiel hielt, gelan­gen nach­fol­gend auch wie­der sehens­wer­te Aktio­nen im Angriff. Dadurch sta­bi­li­sier­te sich auch unse­re Abwehr und in einem irren „End­spiel-Kri­mi“ gelang es uns dann, Tor um Tor auf­zu­ho­len und in der Schluss­pha­se sogar selbst in Füh­rung zu gehen. Die­sen Vor­sprung ver­tei­dig­te unser Team dann bis zur Schluss­si­re­ne und der Rest war nur noch Jubel…

Tore: Marie Wal­lisch (4), Char­lot­ta Beuck (3), Cait­lin Busch (1) und Emi­ly Pey­ke (5)

 Fotos: AGG Har­s­e­feld / T. Dietz