Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
04164-859950

Vor­trag im Gym­na­si­um Har­s­e­feld am 16.04.2010

Am Frei­tag, den 16. April 2010, durf­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Ober­stu­fe des Gym­na­si­ums Har­s­e­feld sowie ihre Lehr­kräf­te den Refe­ren­ten Claus Herbst zum The­ma „Isla­mis­mus und Ter­ro­ris­mus – Gefahr für Euro­pa?“ begrü­ßen. Orga­ni­siert wur­de der Vor­trag von Herrn Ham­burg in Zusam­men­ar­beit mit der Fried­rich-Nau­mann-Stif­tung für die Frei­heit, die ins­ge­samt ca. 70 Ver­an­stal­tun­gen pro Jahr in Nie­der­sach­sen zur poli­ti­schen Bil­dung anbie­tet.

Claus Herbst, bis zum Ende sei­ner Dienst­zeit Oberst der Luft­waf­fe und Dozent am Zen­trum für Inne­re Füh­rung der Bun­des­wehr, beschäf­tigt sich seit vier­zig Jah­ren mit den Kri­sen­her­den im Nahen und Mitt­le­ren Osten. 

Der Refe­rent warb dafür, dass sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zunächst ihrer eige­nen Wert­vor­stel­lun­gen bewusst wer­den, um die­se dann in einem offe­nen und fai­ren inter­kul­tu­rel­len Dia­log mit der über­gro­ßen Mehr­heit der mode­ra­ten Mus­li­me selbst­be­wusst ver­tre­ten zu kön­nen. Hier­für sei kul­tu­rel­le Kom­pe­tenz beson­ders wich­tig, um die Sicht­wei­se und das Han­deln der ande­ren Sei­te nach­voll­zie­hen zu kön­nen. Letzt­lich sei eine bes­se­re Inte­gra­ti­on die­ser Bevöl­ke­rungs­grup­pe in unse­re Gesell­schaft ent­schei­dend dafür, der Gefahr der Ver­brei­tung extre­mis­ti­schen Gedan­ken­guts ent­ge­gen­zu­wir­ken. Nach Ansicht des Refe­ren­ten sol­le die­se Inte­gra­ti­on auf der Akzep­tanz der gesetz­li­chen Grund­la­gen in Deutsch­land basie­ren. Hin­sicht­lich des Umgangs mit den mus­li­mi­schen Län­dern des Nahen und Mitt­le­ren Ostens sprach er sich für eine nach­hal­ti­ge Unter­stüt­zung reform­ori­en­tier­ter und gegen­über den häu­fig auto­ri­tä­ren Regi­men kri­ti­scher Grup­pie­run­gen aus.

Anstatt den Islam als Reli­gi­on zu bekämp­fen, soll­ten sei­ner Mei­nung nach viel­mehr die Ver­bre­chen, die in sei­nem Namen began­gen wer­den, in den Mit­tel­punkt des Inter­es­ses gerückt wer­den.