Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld
Brakenweg 2, 21698 Harsefeld
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Krea­ti­vi­tät, Ver­ständ­nis für wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge und ein über­zeu­gen­des Auf­tre­ten sind von­sei­ten der Vor­stands­vor­sit­zen­den drei­er Unter­neh­men, bestehend aus Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Klas­se 10 F3, in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en gefragt gewe­sen, als es für sie galt, auf dem Prä­sen­ta­ti­ons­abend des nun­mehr schon zum fünf­ten Mal am Gym­na­si­um Har­s­e­feld durch­ge­führ­ten Manage­ment Infor­ma­ti­on Game (22.03.2012) zu dem jeweils von ihnen ent­wi­ckel­ten tech­ni­schen Pro­dukt und Mar­ke­ting­mo­dell einem inves­ti­ti­ons­be­rei­ten, durch­aus aber auch kri­tisch nach­fra­gen­den Kreis von Geschäfts­kun­den Rede und Ant­wort zu ste­hen.

Der Son­der­auf­trag im dies­jäh­ri­gen Manage­ment Infor­ma­ti­on Game (MIG), einen all­tags­taug­li­chen „elek­tro­ni­schen Klei­dungs­be­ra­ter“ exklu­siv für einen Groß­auf­trag­ge­ber zu ent­wi­ckeln, sei­ne Ver­mark­tung betriebs­wirt­schaft­lich zu pla­nen und zudem auch Vor­schlä­ge für ein maß­ge­schnei­der­tes Wer­be­kon­zept zu unter­brei­ten, erfor­der­te von den ver­ant­wort­li­chen Unter­neh­mens­lei­tun­gen der „PRO­tec AG“, der „Star-Tech AG“ sowie der „Seven­tro­nics AG“ — neben allem Bemü­hen um aus­ge­gli­che­ne Geschäfts­bi­lan­zen — zugleich auch, den krea­ti­ven Ideen­strom ergie­big spru­deln zu las­sen.
Von den vor­züg­li­chen Ergeb­nis­sen der­ge­stal­ti­ger inten­si­ver Anstren­gun­gen konn­ten sich dann auch die gela­de­nen Gäs­te aus Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung auf dem MIG-Prä­sen­ta­ti­ons­abend im Hau­se der Steu­er­be­ra­tung Ludig­keit + Säland nach­hal­tig über­zeu­gen, die Uwe Ludig­keit als Gast­ge­ber und OStD Johann Book im Namen des Gym­na­si­ums Har­s­e­feld an die­sem Abend herz­lich begrü­ßen konn­ten. In sei­nem Gruß­wort hob Letzt­ge­nann­ter her­vor, dass das mit groß­zü­gi­ger Unter­stüt­zung der ört­li­chen Wirt­schaft arran­gier­te Wochense­mi­nar und Plan­spiel unse­ren Zehnt­kläss­lern nun schon im fünf­ten Jahr hin­ter­ein­an­der ermög­li­che, „Unter­neh­mer auf Zeit“ mit allen Risi­ken und Enga­ge­ment zu sein und dadurch wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge mit gro­ßem Pra­xis­be­zug ken­nen­zu­ler­nen. Die­ser wich­ti­ge, ande­ren­orts nicht immer selbst­ver­ständ­li­che Kon­takt zwi­schen Schu­le und Wirt­schaft ergän­ze am Har­s­e­fel­der Gym­na­si­um gera­de­zu idea­li­ter die im Unter­richts­fach Politik/Wirtschaft theo­re­tisch ver­mit­tel­te Grund­bil­dung. 

Eben­so wie nach­fol­gend auch Han­nah Fuhr für die Klas­se 10 F3 dank­te Herr Book noch­mals allen Spon­so­ren (Nord­me­tall e.V., Andre­as Vie­b­rock GmbH, Eis­bär-Eis Gmbh, Volks­bank Geest eG, Conath Immo­bi­li­en, EWE AG, sowie Ludig­keit + Säland), dem Fach­leh­rer StR Mir­co Jan­kow­ski, ins­be­son­de­re aber Andre­as Mät­zold, der auch in die­sem Jahr das MIG-Semi­nar lei­te­te und aus Schü­ler­sicht dafür ver­ant­wort­lich zeich­ne­te, dass die ver­gan­ge­nen Tage — und zuwei­len auch die Näch­te — für sie „zur anstren­gends­ten Woche, die wir im Schul­jahr hat­ten“, geriet, und der es im Ver­lauf des Plan­spiels immer wie­der ver­stan­den hat­te, „aus klei­nen Unter­neh­mens­kri­sen noch grö­ße­re zu machen“, was Han­nah vor den Anwe­sen­den augen­zwin­kernd als Inter­na bewusst aus­plau­der­te.

Der auf die­se Wei­se „Kom­pro­mit­tier­te“ dage­gen lob­te alle jun­gen Füh­rungs­kräf­te und beschei­nig­te ihnen eine unein­ge­schränk­te Eig­nung für die Wirt­schaft. In ihren „leben­di­gen Unter­neh­men“ hät­ten die Schüler/innen ein tol­les Enga­ge­ment gezeigt, stets kühl mit Zah­len kal­ku­liert und sich vor allem den kom­ple­xen Auf­ga­ben vor­be­halt­los und unver­züg­lich gestellt. Die­se Ent­schei­dungs­freu­de und der gezeig­te Biss wür­den nicht nur einem Unter­neh­men im Plan­spiel ermög­li­chen, „den Kopf über Was­ser hal­tend am Markt zu bestehen“, so dass Andre­as Mät­zold den ver­sam­mel­ten Gäs­ten schon zu die­sem Zeit­punkt emp­fahl, im Anschluss an die drei sodann erfol­gen­den Prä­sen­ta­tio­nen den per­sön­li­chen Kon­takt mit den Manage­ment-Nach­wuchs­kräf­ten gleich vor Ort auf­zu­neh­men.

Die Pro­dukt­prä­sen­ta­tio­nen der drei MIG-Unter­neh­men mit anschlie­ßen­den Fra­ge­run­den, für die meis­ten Betei­lig­ten der Höhe­punkt des gesam­ten Plan­spiels, bewies dann wie­der ein­mal die Rich­tig­keit der Tat­sa­che, dass sub­jek­tiv emp­fun­de­ne Zeit rela­tiv ist: Rela­tiv kurz, wenn der „Beau­ty­ma­xx“, das „Smart Beau­ty“ oder der „Star-Scan“ als inno­va­ti­ve Ent­wick­lun­gen wort- und bild­reich en detail in nur zehn Minu­ten ange­prie­sen wer­den müs­sen — rela­tiv lang, sobald man sich für die­sel­be Dau­er inter­es­sier­ter oder gar auch kri­ti­scher Nach­fra­gen in einem wah­ren „Kreuz­ver­hör der Ein­käu­fer“ aus­ge­setzt sieht.

Aber bei­des schien kei­ne der sie­ben­köp­fi­gen Füh­rungs­rie­gen der drei Start-up-Unter­neh­men son­der­lich in grö­ße­re Ver­le­gen­heit zu brin­gen. Und schließ­lich über­zeug­ten alle ihre „Geschäfts­kun­den“ durch strin­gen­te Argu­men­ta­ti­on, anschau­li­che Dar­stel­lun­gen der Pro­duk­te, plau­si­ble Kal­ku­la­tio­nen, Stil­si­cher­heit im Auf­tre­ten oder mög­li­cher­wei­se sogar durch die aus­ge­teil­ten Wer­be­ge­schen­ke, so dass die Ent­schei­dung, wel­ches „Ange­bots­pa­ket“ den Zuspruch der Käu­fer fin­den bzw. die Stim­men der Gäs­te­ju­ry erhal­ten wür­de, mit Span­nung erwar­tet wer­den durf­te.

Am Ende fiel die Kauf­ent­schei­dung der Anwe­sen­den mehr­heit­lich auf das „Smart Beau­ty“ der „Seven­tro­nics AG“, der eben­so wie den bei­den ande­ren Unter­neh­men ent­spre­chend ihres erziel­ten Stim­men­er­geb­nis­ses ein Gewinn­bei­trag in der jewei­li­gen Geschäfts­bi­lanz gut­ge­schrie­ben wur­de. Auf die Beschrei­bung der tech­ni­schen Spe­zi­fi­ka­tio­nen der vor­ge­stell­ten inno­va­ti­ven Gerä­te oder ihres Designs sei aller­dings an die­ser Stel­le aus leicht nach­voll­zieh­ba­rer Sor­ge vor den all­ge­gen­wär­ti­gen Aus­wüch­sen an Pro­dukt­pi­ra­te­rie aus­drück­lich ver­zich­tet. Und nicht zu Unrecht: Das aus­zugs­wei­se nach­fol­gend hier ver­öf­fent­lich­te Foto­ma­te­ri­al eines unge­be­te­nen Gas­tes der Ver­an­stal­tung konn­te am glei­chen Abend sicher­ge­stellt und ein offen­sicht­li­cher Fall von unver­hoh­le­ner Indus­trie­spio­na­ge somit gera­de noch ver­hin­dert wer­den.
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